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Jedes einzelne Stück im inneren des Ganzen

Lunes 6 de junio 2016 por Malva Izquierdo

www.managuafuriosa.com/cada-pieza-un-todo/

Als kleiner Junge war der Nicaraguaner Marcelo Guitérrez umgeben von den Kunstwerken seines Vaters. Seine Leidenschaft für etwas, erlangte er mittels der Mosaikkunst, welche er schon seit langem zu einem Teil seines Lebens zähle.

Mit 26 Jahren fand er die ideale Arbeit: etwas, das ihn glücklich mache, ihn antreibe und nun mehr und mehr Früchte trage. Er sagt, er könne zeitweise 8 Stunden, wie gefesselt an einem Mosaik sitzen. Diese 8 Stunden vergehen dabei wie im Flug für ihn.

Dazu erinnert sich Guitérrez: „Ich habe das ganze vor 3 Jahren über eine Freundin kennengelernt. Sie war gerade dabei, ein Mosaik zu machen. Ich habe ihr eine halbe Stunde unter die Arme gegriffen und kam anschließend überglücklich und enthusiastisch im Haus meiner Mutter in Masaya/ Nicaragua an. Als Konsequenz dessen, bestellte sie mir ein Mosaik. Es war mein erstes Mosaik und befindet immer noch an jenem Ort.“

Obwohl er 13 Jahre in Masaya lebte, dazu auch Zeit in Managua verbrachte, gilt seine Liebe der nicaraguanischen Stadt JInotepe . in erwähntem Managua studierte er Soziale Arbeit an der UCA und arbeitete dort im sozialen Bereich. Seit mittlerweile 2 Jahren widmet er sich dem Mosaik als eigenes Geschäft und schaffte damit einen großen Schritt in seinem Leben.

Durch das Mosaik habe er eine gewisse Geduld entwickelt und könne diese auch in andere Bereiche seines Lebens adaptieren. Er war sich gewiss unsicher, ob er mit so etwas mal eine Familie ernähren könne. Er war sich aber bewusst, dass es genau das sei, was er wolle. Anfangs habe es da folglich auch schwierige Momente, gegeben. Jetzt steht er da und sieht Tag für Tag seine Ergebnisse. Tag für Tag sei er intensiver beschäftigt und widme seine Zeit zu 100 % dem Mosaik.

Seine Designs, die er produziert, sind seine Eigenen und in sich einzigartig. Schon immer war er ein Fan der Kunst. Die abstrakten Kunstwerke seines Vaters waren sein ganzes Leben für ihn präsent.

„Ich arbeite mit Glasfasern und mit Lehm.“ Seine Kunst wendet er an Wänden oder Blumentöpfen, an. „Ich produzierte Mosaike, die besser portabel und einfacher zu bewegen sind. Der Schnitt der Keramik ergibt sich Stück für Stück. Man macht dies nicht einfach mit einer Zange oder einem Hammer; deswegen muss das Design mit der Keramik, perfekt übereinstimmend mit der Vorskizze sein.“ Er fügt dem hinzu, dass er bereits einige Mosaike mit Meersteinen, oder Kaffee machte.

Inmitten der Pläne für die Zukunft würde er gerne lernen, Glasmalereien und Skulpturen herzustellen. Dies solle aber alles Schritt für Schritt geschehen. Interesse rufen bei ihm außerdem Mosaik- Porträts hervor. Damit möchte er sich in näherer Zukunft unbedingt auseinandersetzen.

Am 27.Juli wird er die erste von drei geplanten Ausstellungen machen. Sie wird in „La Casa“ von „Tres mundos“ in Granada /Nicaragua“- zu Deutsch „Im Haus der drei Welten“ – stattfinden. Er sagt dazu: „Ich werde Blumentöpfe, Gemälde und Spiegel mitnehmen. Weitere Sachen werden höchstwahrscheinlich folgen. „Ich bin am überlegen, an einigen Überraschungen für diesen speziellen Tag, zu arbeiten.“ Um jungen Leuten einen Tipp auf den Weg mitzugeben, sagt Guitérrez, dass es normal sei, davor Angst zu haben, genau das beruflich zu machen, was dir Freude bereite. Um so einen Schritt zu wagen, komme es darauf an, auch mal die Komfortzone zu verlassen. „Man muss Dinge durchziehen, an sich selbst glauben; wenn es eben nicht funktioniert, ist das auch normal. Du verlierst durch solche Erfahrungen und durch eine gewisse Neugier nichts.“ Man müsse sich selbst das Gefühl geben, dass man in der Lage sei, diese Dinge zu schaffen, sich selbst gewisse Grenzen aufzuzeigen. Man müsse sich auf diese Sache stürzen und sie lieben. Wenn man dies nicht tue, sollte man es lieber auch nicht tun- tut er kund.

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